Club of Rome - Austrian Chapter
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Jahrestagung 2020: Ein Neustart für Klima, Wirtschaft und Gesellschaft?


Worum geht's?
2020 ist ein Jahr des Wandels – wenn auch völlig anders als gedacht! Was bedeutet das für den Weg in eine klimaneutrale Zukunft? Bei der Jahrestagung des Austrian Chapter des Club of Rome am 24.11. wurden zahlreiche Impulse von Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gesammelt. Viele Fragen sind natürlich weiter offen.

Die Statements aus dem ersten Block der Veranstaltung - bei dem vor allem die österreichische Perspektive beleuchtet wurde - sind hier zusammengefasst.
Diskutieren wir weiter!
Als Anknüpfungspunkt gibt es zu jeder der zusammengefassten Wortmeldungen von der Jahrestagung eine Frage. Wie lautet Ihre Antwort darauf? Wie stehen Sie sonst zum Gesagten?

Bis Jahresende kann hier weiter diskutiert werden - auch mit den Panelist*innen. Eine Zusammenfassung dieser Diskussionsrunde wird schließlich an diese und auch BM Leonore Gewessler zurückgespielt.

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Leonore Gewessler (BM für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie)
Mehr Kohärenz in der Politik forderte Klimaministerin Leonore Gewessler als einen von 6 Punkten in ihrem Grundsatzreferat etwa beim Einsatz von öffentlichen und privaten Mitteln, Unterstützungsleistungen und Regulierungen. Man dürfe nicht vergessen, dass für Viele Klimapolitik alleine noch keine gute Perspektive sei – vor allem Menschen und Sektoren, die von den Veränderungen zunächst negativ betroffen sein werden. Wie also sicherstellen, dass etwa die Kohlekumpel in Polen oder die Autoindustrie am Ende auch dabei sind? Klimapolitik sei auch ein absoluter Job-Motor, Gebäudesanierung, Lokführer sind Zukunftsjobs, so die Ministerin mit Verweis auf den europäischen Just Transition Fund.

Das gesamte Statement als Video gibt es hier: https://www.youtube.com/w... https://www.youtube.com/w... Was muss getan werden, damit wirklich alle als Konsument*innen, Arbeitende und Wähler*innen bei den notwendigen Maßnahmen dabei sind und nicht nur ein paar wenige?
Stefan Schleicher (Wegener Center für Klima und Globalen Wandel
„Wir wollen von 80 Millionen Tonnen an Emissionen pro Jahr runter auf null kommen“, sagt Stefan Schleicher, Klimaökonom an der Universität Graz. Pro Jahr müssen die Emissionen also um 5% oder 4 Millionen Tonnen zurückgehen. Dazu sei ein großer Neustart und die Suche nach einem neuen Wirtschafts- und Lebensstil notwendig – viel mehr als nur Klimaneutralität. Wir müssten akzeptieren, was durch die COVID-Krise allein auf dem Arbeitsmarkt auf uns zukomme. Nun gehe es darum, neue Werte zu schaffen wie etwa Wohnquartiere mit kurzen Wegen, Energienetze für niedrige Energien zum Recycling von Abwärme bis hin zur Integration von Wohnen, Arbeiten und Freizeit für eine hohe Lebensqualität.

Das gesamte Statement als Video gibt es hier: https://youtu.be/bAX5j0Id... https://youtu.be/bAX5j0Id... Wie wollen wir in Zukunft leben? Was soll wachsen, was brauchen wir weniger?
Doris Ritzberger-Grünwald (Oesterreichische Nationalbank)
Doris Ritzberger-Grünwald (Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaft an der OeNB) verweist auf die laut Europäischem Green Deal zusätzlichen Investitionen von 260 Mrd.  pro Jahr in der EU, die bis 2050 nötig sind, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Dem Finanzsektor (Banken, Pensionskassen, aber auch der Nationalbank) komme dabei eine wesentliche Rolle zu. Junge Menschen erwarteten sich, dass Gelder, die sie für ihre Altersvorsorge ansparen auch nachhaltig investiert werden. Im Moment seien weniger als 5% aller Anleihen „grün“. Aber auch Banken sorgten sich zunehmend, dass Kredite, die sie an wenig zukunftsfähige Unternehmen vergeben, am Ende nicht mehr zurückgezahlt werden können.

Das gesamte Statement als Video gibt es hier: https://youtu.be/dWNryrXx... https://youtu.be/dWNryrXx... Was erwarten Sie persönlich in diesem Zusammenhang von Ihrer Bank und was tragen Sie dazu bei?
Katharina Rogenhofer (Klimavolksbegehren)
Katharina Rogenhofer (Bundesprecherin des Klimavolksbegehrens) stellte ein einklagbares Grundrecht auf Klimaschutz und einen Klimarechnungshof als Instrumente für eine angemessene und einforderbare Klimapolitik dar. Außerdem verwies sie auf die Rolle von Werten und ein Umdenken in allen Bereichen, damit klimafreundliches Verhalten für jede und jeden möglich, leistbar und am bequemsten wird - und damit die bisherige Norm klimaschädlichen Verhaltens ablöst. Gerade jetzt solle auf Investition in die richtigen Kanäle geachtet werden, um ambitionierten Zielen auch strukturierte Taten folgen zu lassen.

Das gesamte Statement als Video gibt es hier: https://youtu.be/PWZKdZ3t... https://youtu.be/PWZKdZ3t... Welche Instrumente braucht es, um sicherzustellen, dass klimafreundliches Handeln möglich, leistbar und am bequemsten – und damit zur Norm wird?
Julia Herr (Abgeordnete zum Nationalrat, SPÖ)
Julia Herr (NR-Abgeordnete sowie Umweltsprecherin der SPÖ) legte den Fokus auf notwendige Systemveränderungen. Die derzeitige Profitorientierung eines neoliberalen, kapitalistischen Systems gehe offenbar auf Kosten der Umwelt. Systemische Verantwortung werde aufgrund von Profitinteressen ignoriert. Um hier gegenzusteuern könnten bestimmte Bereiche (z.B. Wälder, Natur) kapitalistischer Verwertungslogik entzogen werden. Ganz allgemein brauche es neue Konzepte in der CO2-Reduktion, Freiwilligkeit habe offensichtlich nicht funktioniert. Die staatliche Begleitung etwa mit einem Transformationsfonds, um die Wirtschaft umzubauen und arbeitende Menschen nicht zurückzulassen seien hier zentral.

Das gesamte Statement als Video gibt es hier: https://youtu.be/Kk8NWTb7... https://youtu.be/Kk8NWTb7... Welche Rolle kann und soll der Staat ganz konkret für die notwendigen Systemveränderungen einnehmen?
Jakob Schwarz (Abgeordneter zum Nationalrat, Die Grünen)
Jakob Schwarz (vormals Klimaforscher, jetzt NR-Abgeordneter, Die Grünen) sieht die Zielsetzung einer Klimaneutralität bis 2040 im Regierungsprogramm als richtungsweisend. Gleichzeitig erkannte er schwierige Umsetzung eines solchen Ziels an, schließlich müssten Einkommen sichergestellt und auch mit den Sorgen der betroffenen Industrien umgegangen werden. Aktuelle Konjunkturmaßnahmen könnten direkt und indirekt für Investitionen in Klimaschutz sorgen. Es gehe nicht nur um Förderungen für Innovation sondern auch Unterstützung für Exnovation (den Ausstieg aus "dreckigen Technologien"). Die ökosoziale Steuerreform sei hier wichtig und werde weiter vorangetrieben, bis zu einer CO2-Bepreisung am 1.1.2022. Gleichzeitig müsse man sicherstellen an zunächst benachteiligte Menschen (z.B. am Land) rückzuverteilen.

Das gesamte Statement als Video gibt es hier: https://youtu.be/I04a5vzs... https://youtu.be/I04a5vzs... Wie kann man Bevölkerung und Entscheidungsträger*innen auch für schwierigere Themen wie Exnovation und eine ökosoziale Steuerreform gewinnen?
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Impressum: Verein zur Förderung des Club of Rome – Austrian Chapter
Schwarzspanierstraße 4/4, 1090 Wien
Telefon: +43 699 19690728
E-Mail: office[AT]clubofrome.at, fritz.hinterberger[AT]clubofrome.at
Webseite: www.clubofrome.at
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